Budget führen mit 22 — und nicht verrückt werden
Mit 22 beginnt das Berufsleben, die erste Wohnung kostet ein Vermögen — und plötzlich verschwindet das Gehalt schneller, als man denkt. In Zürich, Genf oder Basel sind die Mieten besonders hoch, und viele junge Menschen unterschätzen die Nebenkosten. Ein Budget ist keine Einschränkung, sondern ein Werkzeug der Freiheit. Beginnen Sie mit der 50/30/20-Regel: 50% für Fixkosten (Miete, Krankenversicherung, ÖV-Abo), 30% für Lifestyle und 20% für Sparen und Investieren. In der Schweiz empfehlen wir, die Krankenversicherungsprämie als erste Fixkosten zu budgetieren — sie kann je nach Kanton und Franchise stark variieren. Nutzen Sie Apps wie YNAB oder ein einfaches Google Sheet. Der Schlüssel: Tracken Sie jede Ausgabe mindestens 30 Tage lang. Sie werden überrascht sein, wohin Ihr Geld wirklich fliesst — oft sind es kleine Abos, Takeaway und Impulskäufe. Setzen Sie sich ein wöchentliches «Fun-Budget» in bar oder auf einer separaten Karte. Wenn es leer ist, ist Schluss — ohne schlechtes Gewissen. Und vergessen Sie nicht die Säule 3a: Selbst CHF 100 pro Monat machen langfristig einen enormen Unterschied.